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Pleionen

 

Pleionen sind terrestrische Orchideen, die aus Berggebieten rund um den Himalaya, 
Indien, Birma, Thailand, Laos, Vietnam und China stammen. Sie leben an den Berg-
hängen in Höhenlagen von 600 - 4200 Metern. Die meisten Pleionen vertragen 
niedrige Temperaturen und die botanische Art Pleione limprichtii soll sogar bis
zu -20 °C standhalten.  Es gibt jedoch Ausnahmen, Pln. maculata, Pln. praecox und
Pln. saxicola brauchen ganzjährig warme Temperaturen. Dasselbe gilt auch für 
Hybriden mit diesen Arten. 
Pleionen wachsen am Naturstandort oft in einer Mischung aus Moos und kompostierten
Blättern am Fuße von Bäumen oder auf moosbedeckten Felsen. Die Wachstumsform der 
terrestrischen Pleione-Orchideen ist ungewöhnlich. Sie haben relativ große, fast 
kugelförmige oder flaschenförmige Pseudobulben, die an der Spitze verengt sind. 
Jede Pseudobulbe ist nur ein Jahr aktiv und trägt ein oder zwei gefaltete 
parallele Blätter mit einer Länge von 15-30 cm. Diese Blätter fallen vor dem Winter,
meist im Oktober, ab. Die Pseudobulbe hat dann eine Ruhezeit bis sich eine neue 
Blüte und/oder ein neues Blatt entwickelt. An dem Blatt entsteht bis zum Herbst eine 
neue Pseudobulbe. Die alte Pseudobulbe stirbt meist zu diesem Zeitpunkt ab. 
Es gibt frühlingsblühende und herbstblühende 
Pleionen, sie unterscheiden sich damit in ihrem Lebenszyklus.  
 
Der Lebenszyklus der frühlingsblühenden Pleionen: 
In der Zeit von November bis März überwintern Pleionen trocken und kühl. Die 
Temperatur wird für die frühlingsblühenden Pflanzen vorzugsweise bei etwa 2-5 °C 
gehalten. Zwischen Januar und März beginnen die Pflanzen langsam, eine Blüte aus 
einem Trieb an der Basis der Zwiebel auszubilden. Eine gut gewachsene Pseudobulbe 
bildet 1 bis 3 neue Triebe und vermehrt sich auf diese Weise relativ leicht. Es 
ist sehr wichtig, die Pflanze noch nicht zu gießen. Wenn die Blüte langsam verdorrt 
ist und sich ein Blatt entwickelt, beginnt man vorsichtig mit dem Gießen. Das 
Bewässern nimmt langsam zu, wenn sich das Blatt entwickelt. Erst wenn das Blatt 
fast vollständig entwickelt ist, können Sie das Gießen auf volle Stärke steigern 
und dann 1 mal pro Woche auch einen Orchideendünger ausbringen. Im Sommer bis 
Oktober regelmäßig gießen, damit die Pflanzen nie ganz austrocknen. Im Oktober 
fängt das Blatt an zu vergilben und wird schließlich vollständig braun und fällt 
ab. Man hört mit der gleichen Geschwindigkeit auf zu gießen. Wenn das Blatt weg 
ist, sollte die Pflanze vollständig austrocknen. Es ist wichtig, dass das Substrat 
vollständig austrocknet. Die neuen Pflanzen saugen die restliche Nahrung aus der 
alten Mutterpflanze auf und werden noch etwas größer. Im November und Dezember 
nimmt man die Pflanzen aus dem Substrat und trennt die neuen Pseudobulben von den 
alten. Jetzt kann gleich wieder in frisches Substrat getopft werden oder man bewahrt 
die Bulben bis zum Frühjahr in Papiertüten auf. Wichtig ist eine kühle und trockene 
Überwinterung bei ca. 2–5 Grad. Das kann auf einem kühlen Fensterbrett, in einem 
frostfreien Gewächshaus oder in einer frostfreien Garage geschehen. 
...und im Frühjahr beginnt die Saison wieder mit der Blüte. 
 
 
Der Lebenszyklus der herbstblühenden Pleionen:
Diese Pleionen blühen oft von August bis Dezember und haben dann eine relativ kurze 
Ruhezeit. Die herbstblühenden Arten und Hybriden müssen im Winter wärmer, bei 
Temperaturen um 12-15 Grad, gehalten werden und haben oft eine viel kürzere Ruhezeit. 
Man kann die Pseudobulben in der Ruhephase leicht anfeuchten/besprühen, sie sollten 
aber nicht gegossen werden bis ein neues Blatt erscheint. 
Ansonsten haben sie einen Lebenszyklus wie die frühlingsblühenden Pleionen.
 

Pflege der Pleionen

 

Temperaturen: 
Pleionen wachsen kühl mit einer Vegetationsperiode von etwa 
März bis Oktober und einer kühlen und trockenen Winterruheperiode 
von November bis Februar. Sie werden am besten im Sommer bei 
Temperaturen von nicht mehr als 25 Grad und einer Wintertemperatur 
zwischen 2-5 °C kultiviert. Es ist jedoch wichtig, dass im Herbst 
blühende Pleionen wie Pln. maculata, Pln. praecox und Pln. saxicola 
sowie deren Hybriden, bei einer Temperatur von nicht weniger als 
12-15 Grad überwintern. 
 
Bewässerung: 
In der Zeit, in der die Pflanzen ruhen, gießen Sie nicht. Während 
des Sommers ist es wichtig, dass Pleionen niemals vollständig aus-
trocknen. Die Pflanzen bilden nur einmal Wurzeln aus, wenn diese 
absterben, können keine neuen Wurzeln mehr gebildet werden und die 
Pflanze stirbt häufig ab. Das Substrat für Pleionen muss sehr 
locker gehalten werden, um eine gute Drainage zu gewährleisten. 
Pleionen sollte feucht sein, aber niemals im Wasser stehen. Also 
gießen Sie sie reichlich aber lassen Sie kein Wasser im Untersetzer 
stehen. Das große Problem beim Gießen und der Punkt, an dem Sie die 
meisten Pflanzen verlieren, ist das Gießen während der Frühlingssaison. 
Es ist wichtig, dass Sie nicht mit dem Gießen beginnen, bevor die 
Blüten verwelkt sind und das Blattwachstum gut vorangekommen ist. 
 
 
Substrat:
Ich benutze eine Mischung aus Pinienrinde, Spagnum und etwas Bims und 
Lava im Mischungsverhältnis 2:1:0.25. Diese Mischung scheint gut bei 
meinen Standortbedingungen zu funktionieren. Es gibt aber auch noch 
sehr viele unterschiedliche Mischungen mit einer Vielzahl anderer 
Komponenten, wie halbkompostierte Blätter, Tannennadeln, Rinden-
schnitzel, Mulch, Perlite, Schaumstoff uä., wichtig ist allein das 
das Substrat gut durchlässig ist und keinen basischen ph-Wert hat. 
 
Licht:  
Im Mai, wenn die Frostgefahr vorbei ist, ziehen meine Pflanzen vom 
Gewächshaus in den Garten, wo sie an einem halbschattigen regenge-
schützten Platz den Sommer überdauern, da die Temperaturen im Gewächs-
haus auch schnell einmal 40 Grad erreichen können. In den Wintermonaten
benötigen die Pflanzen kein Licht, da sie in dieser Zeit kein Laub haben 
und bei tiefen Temperaturen auch keine Photosynthese in der Pseudobulbe
stattfindet. Ab der Blütezeit bis Mitte Mai kultiviere ich die Pleionen
im beheizten Gewächshaus (15 Grad) in den unteren Etagen, so das sie zwar
genügend Licht bekommen, aber nie vollsonnig stehen. 



Vermehrung: 
Die Vermehrung von Pleionen erfolgt am einfachsten vegetativ, da die 
Pflanzen von selbst mindestens eine, meist aber zwei bis drei neue 
Pseudobulben ausbilden.  
Eine Vermehrung über Saat ist sehr langwierig da so gewonnene Pflanzen 
5 – 7 Jahre bis zur ersten Blüte brauchen. Außerdem muss dabei beachtet 
werden das die Samen zur Keimung immer eine Symbiose mit einem bestimmten 
Pilz eingehen oder künstlich auf einem sterilen Nährmedium kultiviert 
werden müssen. 

Bestandsliste

* = Pflanze ist in der Bildergalerie zu finden


Pleione Arten und ihre Hybriden

P. aurita

* P. bulbocodioides 

* P. formosana var. alba

* P. formosana 'Rossini' 

P. formosana 'Snow Bunting'

P. formosana 'Snow White'

P. formosana 'Verdi'

P. forrestii

* P. grandiflora 

P. grandiflora 'Purple Spots'

* P. grandiflora 'Yellow Lip' 

P. humilis

* P. limprichtii 

* P. pleionoides 

* P. yunnanensis 

 

Herbst- und Winterblüher

* P. praecox 

P. vietnamensis

 

Pleione Naturhybriden

P. x barbarae (P. grandiflora x P. bulbocodioides)

P. x confusa 'Golden Gate' (P. albiflora x P. forrestii)

P. x taliensis (P. yunnanensis x P. bulbocodioides)

P. x taliensis 'Lushan Strain'

 

Pleione Hybriden

P. Angwantibo (P. aurita x P. Adams)

P. Angwantibo 'Moho'

P. Askia 'Red Petal' (P. Egmont x P. Keith Rattray)

P. Bo Rai (P. Kenya x P. x barbarae)

* P.Burnsall (P. yunnanensis x P. aurita)

P. Caparro 'For Smokie' (P. forrestii x P. Ueli Wackernagel)

* P. Captain Hook (P. hookeriana x P. formosana)

P. Diller 'Sandpiper' (P. Brigadoon x P. forrestii)

P. Dr. Mo Weatherhead (P. grandiflora x P. humilis)

P. Easter Island (P. Askia x P. grandiflora)

P. Edgecombe 'Heamatite' (P. aurita x P. forrestii)

P. Eiger 'Pinchback Diamond' (P. formosana x P. humilis)

P. Eiger 'Purple Leaf'

P. Gerry Mundey 'Tinney`s Firs' (P. forrestii x P. Tongariro) 

P. Grivet 'Pale Form' (p. x barbarae x P. Santorini)

P. Io (P. chunii x P. bulbocodioides)

P. Jorullo (P. limprichtii x P. bulbocodioides)

P. Jorullo 'Long Tailed Tit'

P. Kenya (P. Brigadoon x P. Keith Rattray)

* P. Kenya 'Bald Eagle'

P. Kima (P. chunii x P. aurita)

P. Kituro 'Sulphur' ( P. Matupi x P. forrestii)

P. Krakatoa (P. yunnanensis x P. forrestii)

* P. Kublai Khan (P. formosana x P. Stromboli)

P. Kyoto (P. yunnanensis x P. coronaria)

P. Langur (P. scopulorum x P. forrestii)

P. Lascar 'Purple Finch' (P. Fuego x P. limprichtii)

P. Leda 'Fishing Owl' (P. Krakatoa x P. grandiflora)

P. Makian 'Jenny' (P. Marion Johnson x P. Edgecombe)

P. Marion Johnson 'Bubs' (P. Keith Rattray x P. forrestii)

P. Marion Johnson Nr. 1

P. Michael Butterfield (P. Kenya x P. Betty Arnold)

P. Moyenne (P. Fiona Hall x grandiflora)

P. Muriel (P. aurita x P. grandiflora)

P. Narak (P. x barbarae x P. pleionoides)

P. Nyiarongo (P. aurita x P. coronaria)

Pleione Hybriden

* P. Orizaba 'Fish Eagle' (P. Novarupta x P. Matupi)

P. Potto (P. chunii x P. pleionoides)

P. Quizapu 'Peregrine' (P. Rakata x P. Matupi)

P. Ratchaburi (P. x barbarae x P. christianii)

P. Red Colobus (P. Askia x P. Kenya)

P. Seychelles (P. grandiflora x P. Praslin)

* P. Shantung (P. formosana x P. confusa)

P. Shantung 'Barn Owl'

P. Shantung 'Ducat'

P. Shantung 'Gerry Mundey'

P. Shantung 'Silver Anniversary'

P. Sifaka (P. Piton x P. forrestii)

P. Sirena (P. forrestii x P. humilis)

P. Sirena (mauve)

P. Snow Monkey (P. yunnanensis x P. grandiflora)

P. Snow Monkey 'Fumarole'

P. Stromboli 'Fireball' (P. pleionoides x P. bulbocodioides)

P. Tarsier (P. Quizapu x P. grandiflora)

* P. Tolima (P. formosana x P. pleionoides)

* P. Tongariro (P. Versailles x P. pleionoides)

P. Ueli Wackernagel (P. aurita x P. formosana)

P. Ueli Wackernagel 'Pearl'

P. Vesuvius 'Aphrodite' (P. bulbocodioides x P. x confusa)

P. Vesuvius 'Phoenix'

P. Vesuvius 'Tawney Owl'

P. Zeus Weinstein (P. formosana x P. forrestii)

P. Zeus Weinstein 'Egret'

P. Zeus Weinstein 'Pale Form'

 

Pleione Hybriden - Herbst- und Winterblüher 

* P. Barcena (P. formosana x P. praecox)

P. Confirmation (P. maculata x P. praecox)

P. Confirmation 'Tanned Beauty'

P. Gelada (P. maculata x P. grandiflora)

P. Mandrill (P. praecox x P. yunnanensis)

P. Marmoset (P. Piton x P. maculata)

P. Slender Loris (P. Ueli Wackernagel x P. praecox)

* P. Wharfedale 'Pine Warbler' (P. Hekla x P. Lassen Peak)

 

Hybriden -  nicht registriert

P. chunii x P. humilis (E. Locke)

* MMPH 4 (P. formosana x P. ?) 

* MMPH 5 (P. bulbocodioides x P. ?) 

* MMPH 9 (P. bulbocodioides x P. ?) 

* MMPH 18 (P. bulbocodioides x P. ?) 

* MMPH 21 (P. bulbocodioides x P. ?)